Biography long

 Marina Prudenskaya

 M E Z Z O S O P R A N O

BIOGRAPHIE


Marina Prudenskaya, Mezzosopran


Geboren in Sankt-Petersburg studierte Marina Prudenskaya zunächst Kinderpsycholgie und Kinderpädagogik an der Staatlich Pädagogischen Universität Sankt Petersburg. Sehr bald wusste sie, dass nur die Musik sie wirklich berührte und entschied sich parallel zu diesen Studienfächern  Gesang und Gesangspädagogik bei Prof. Evgenia Gorochovskaja am Staatlichen Konservatorium Sankt-Petersburg zu studieren und schloss diese als diplomierte Opern- und Konzertsängerin und als diplomierte Gesangslehrerin ab. Später nahm sie privaten Unterricht bei Brigitte                   in Berlin, der sich bis heute fortsetzt.


Zahlreiche Preise begleiten ihre Laufbahn. So wurde sie u.a. Preisträgerin beim Internationalen Antonín-Dvořák-Wettbewerb (Karlsbad), erhielt 2000 für ihre Verkörperung von Bizets Carmen den 1. Preis beim Festival „Moskauer Operndebüts“ und wurde 2003 erste Preisträgerin beim 52. ARD-Musikwettbewerb.


Ihre glänzende Laufbahn begann sie 1998 am Stanislawski-und-Nemirowitsch-Danschenko-Musiktheater in Moskau. Dort sang sie, neben der preisgekrönten „Carmen“, die klassischen, lyrischen Rollen ihres Fachs wie „Pauline“ in „Pique Dame“, „Ratmir“ in Glinkas „Ruslan und Ljudmila“ und „Olga“ in „Eugen Onegin“.


2000 wechselte sie an das Staatstheater Nürnberg. Dort erweiterte sie ihr Repertoire und sang Partien wie „Dorabella“ in „Così fan tutte“, „Nicklausse“ in „Les contes d’Hoffmann“ und „Cherubino“ in „Le nozze di Figaro“. Darüber hinaus sammelte sie erste Erfahrungen im Bereich des Barock mit „Orfeo“ in Glucks gleichnamiger Oper, „Klytämnestra“ in „Iphigénie en Aulide“ oder „Bradamante“ in Vivaldis „Orlando Furioso“. Zugleich bereitete sie ihren Eintritt ins dramatische Mezzofach mit Partien wie „Azucena“ in „Il trovatore“, „Preziosilla“ in „La forza del destino“ und „Mère Marie“ in Poulencs „Dialogues des Carmélites“ vor. Diese große Bandbreite des ersungenen Repertoires zeichnet die Sängerin bis heute aus und macht sie zur gefragten Mezzosopranistin.


2005 wurde Marina Prudenskaya Ensemblemitglied an der Deutschen Oper Berlin und sang dort u.a. „Arsace“ in Rossinis „Semiramide“, „Hänsel“ in „Hänsel und Gretel“, „Preziosilla“ in „La forza del destino“ sowie „Fricka“, „Waltraute“ und „Erda“ in „Der Ring des Nibelungen“. In Katharina Wagners „Il Tritico“ Inzenierung sang sie „La Zia Principessa“ und „Zita“


2007 wechselte sie in das Ensemble der Staatsoper Stuttgart. Dort sang sie „Disinganno“ in Händels „Il trionfo del tempo e del disinganno“, „Bradamante“ in „Alcina“, „Cecilio“ in Mozarts „Lucio Silla“,“Rosina“ in „Il barbiere di Siviglia“, „Adalgisa“ in Bellinis „Norma“, „Federica d’Ostheim“ in Verdis „Luisa Miller“, „Amneris“ in „Aida“, „Carmen“ in „Carmen“, „Brangäne“ in „Tristan und Isolde“, den „Octavian“ in „Der Rosenkavalier“, die „Fenena“ in „Nabucco“ sowie „1. Norn“ und „Waltraute“ in „Götterdämmerung“.


Seit 2013 ist die festes Ensemblemitglied der Staatsoper Unter den Linden, Berlin. Dort gab sie “die 2.Norn“ und „Waltraute“ in Wagners „Götterdämmerung“, „Mezzosopran“ in Helmut Oering/Henry Purcells „Aschemond oder the fairy Queen“, „Ulrica“ in Verdis „Un ballo in maschera“, die „Azucena“ in “Il Trovatore“ in einer Neuinszenierung von Phillip Stölzel und unter der Leitung von Daniel Barenboim; „Eboli“ in „Don Carlos“, die „Ljubascha“ in Rimsky-Korsakows „Die Zarenbraut“, die „Venus“ in „Tannhäuser“, einer Neuinszenierung von Sasha Waltz; den „Komponist“ in Richard Strauss's „Ariadne auf Naxos“, einer Neuinszenierung von Hans Neuenfels; „Marie“ in Alban Bergs „Wozzek“, „Il Disinganno“ in Händels „Il Trionfo del Tempo e del Disinganno“, sowie die "Herodias" in Richard Strauss' Salome und als "Neris" in Cherubinis Medée.


Ihre Gastengagements an anderen, berühmten Häusern weltweit machen Sie zu einer der begehrten Mezzosopranistinnen weltweit.


So sang sie „Ljubascha“ in Rimsky-Korsakovs „Die Zarenbraut“ unter der Leitung von Daniel Barenboim und Regie von Dimtri Tcherniakov am Teatro alla Scala in Mailand. Als „Ulrica“ in „Un Ballo in maschera“ war sie am Teatro alla Scala in Mailand unter der Regie von Damiano Michieletto und unter der Leitung von Daniele Rustioni. Am Mariinsky-Theater, Sankt-Petersburg, am Nationaltheater Mannheim, am Hessischen Staatstheater, Wiesbaden, am Theater Bielefeld und an der Hamburgischen Staatsoper brillierte sie ebenfalls in der Rolle der „Ulrica“. Sie verkörperte „Amneris“ in „Aida“ am Aalto Musik-Theater, Essen unter dem Dirigat von Stefan Soltesz, am Teatro Massimo, Palermo, an der Hamburgischen Staatsoper, an der Astana Opera, Kazachstan in einer Inzenierung von Franco Zeffirelli unter der Leitung von Keri-Lynn Wilson, im Grand Theatre Hong Kong Cultural Centre, im Opera House NCPA (National Center for the performing Arts in Peking (Beijing) unter der Regie von Francesco Micheli und unter der Leitung von Zubin Metha, sowie am Opernhaus Chemnitz. Sie gab den „Orlovsky“ in „Die Fledermaus“ an der Opéra de Nice, „Ernestina“, in Rossinis „L’equivoco stravagante“, beim Rossini Opera Festival in Pesaro. Den „Romeo“ in Bellinis „I Capuleti i e Montecchi“ in der Staatsoper Hannover; Die Rolle der „Ariodante“ in Händels gleichnamiger Oper am Theater Basel. Sie verkörperte „Disinganno“ in Händels „Il Trionfo del Tempo e del Disinganno“ am Stadtheater Bern, die „Mary“ in „Der Fliegende Holländer“ und die „Erda“ in Pierre Audis Inzeneierung „Der Ring des Nibelungen“ an der De Nederlandse Opera Amsterdam unter dem Dirigat von Hartmut Haenchen. In Bellinis „Norma“ sang sie „Adalgisa“ im Rahmen des Festivals Castell Peralada in Perelada/Spanien. Beim Maggio Musicale Florenz und im Palau de les Arts in Valencia sang sie unter Zubin Mehta die „Flosshilde“ und die „Sigrune“ im „Ring der Nibelungen“ unter der Regie von La Fura dels Baus. Mit „Flosshilde“ sang sie unter dem Dirigat von Daniel Barenboim ihr Debut am Teatro alla Scala.


2006 gab sie ihr Debut bei den Bayreuther Festspielen als „Flosshilde“ in der Neuproduktion von „Der Ring des Nibelungen“ unter Christian Thielemann. 2016 kehrte sie als „Waltraute“ in Richard Wagners  „Götterdämmerung“ nach Bayreuth zurück.


Weiterhin war sie u.a. bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen, dem Tiroler Landestheater Innsbruck, dem Theater Bonn, dem Badischen Staatstheater Karlsruhe, dem Aalto-Theater Essen, an der Oper Frankfurt, der Bayerischen Staatsoper München, beim Aix-en-Provence Festival, bei den Wiener Festwochen am Theater an der Wien, oder der Opéra de Monte-Carlo zu hören.


Außerdem tritt Marina Prudenskaya regelmäßig als internationale Konzertsängerin in Erscheinung, sei es in konzertanten Opernproduktionen, Konzerten oder Liederabenden. So sang sie die „Isaura“ in der gefeierten konzertanten Aufführung von Meyerbeers „Margherita d’Anjou“ an der Oper Leipzig, die „Bersi“ in „Andrea Chenier“ von Umberto Giordano unter Leitung von Paolo Carignani an der Alten Oper Frankfurt, die Rolle der „Fürstin“ in „Alexander Dargomyschski Russalka“ unter der Leitung von Michail Jurowski und dem WDR Rundfunkorchester an der Philharmonie in Köln, die „Olga“ in „Eugen Onegin“ mit dem Bayerischen Rundfunkorchester unter Mariss Jansons im Herkulessaal München und im Kongresshaus in Luzern, die „Venus“ im „Tannhäuser“, sowie die „Waltraute“ in „Götterdämmerung“ in der Berliner Philharmonie unter Marek Janowski. Sie war auch in Ligetis „Requiem“ am Teatro Nacional de São Carlos , Lissabon zu hören. In der Stadthalle Chemnitz interpretierte sie Gustav Mahlers 2. Symphonie unter Frank Beermann mit der Robert Schumann Philharmonie.


Marina Prudenskaya sang Giuseppe Verdis „Messa da Requiem“ unter Mariss Jansons in der Berliner Philharmonie und bei den Salzburger Osterfestspielen mit den Berliner Philharmonikern, sowie am Gasteig in München und im großen Musikvereinssaal im Musikverein Wien mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Auch mit dem Pittsburgh Symphonie Orchestra in der Heinz Hall, Pittsburgh unter Manfred Honeck, unter James Conlon und dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, dem RSB (Rundfunksymphonieorchester Berlin) unter Marek Janowski; beides in der Berliner Philharmonie. Auch unter Christian Arming mit dem New Japan Philharmonic Orchestra in der Triphony Hall, Tokio, dem Teatro Piccinni, Bari und der Deutschen Oper Berlin unter Renato Palumbo, dem Musikfest Bremen im Konzerthaus „Die Glocke“ in Bremen unter Markus Poschner, in der Liederhalle Stuttgart unter der Leitung von Sylvain Cambreling, der Tampere-Talo in Tampere/Finnland unter der Leitung von Santtu-Matias Rouvali, unter Hartmut Hänchen in der königlichen Oper in Kopenhagen, sowie in der Dresdner Semper Oper und der Dresdner Frauenkirche mit der Sächsischen Staatskapelle unter der Leitung von Christian Thielemann stand sie mit Verdis „Messa da Requiem“ brillant und facettenreich auf der Bühne.


Janačeks „Glagolitische Messe“ sang sie am Gasteig in München und im Luzerner Kultur- und Kongresszentrum unter Mariss Jansons, sowie unter Philippe Jordan mit den Wiener Symphonikern im Konzerthaus Wien. Skrjabins „Sinfonie Nr. 1“ mit dem NHK Symphony Orchestra in Tokio unter Vladimir Ashkenazy. Strawinskys „Le rossignol“ unter Jukka Pekka Saraste und dem WDR Sinfonieorchester intonierte sie in der Kölner Philharmonie. Unter Manfred Honeck sang sie Antonin Dvoraks „Stabat Mater“ mit dem Czech Philharmonic Orchestra im Rudolfinum/Prag. Unter Andrea Marcon sang sie mit dem Venice Baroque Orchestra die „Alcina“ in Vivaldis „Orlando Furioso“ beim Festival in Santiago de Compostela und in Vivaldis „Gloria“ mit den Berliner Philharmonikern in der Berliner Philharmonie.


Schnittkes „Faust Cantata“ sang sie unter Andrej Boreyko mit den Hamburger Symphonikern in der Musikhalle Hamburg, als auch unter Vladimir Jurowski mit dem Orchestra Sinfonica di Milano Giuseppe Verdi im Auditorium di Milano, aber auch mit dem Orquestra Gulbenkian im Grande Auditório in Lissabon.


Das Filmepos mit Musik für Soli, Chor und Orchester, Opus 116 von Segej Prokfiew für Segej Eisensteins cineastisches Meisterwerk „Iwan der Schreckliche, Teil 1 und 2“ wurde mit einer restaurierten Fassung 2016 im Berliner Konzerthaus am Gendarmenmarkt uraufgeführt und im Wiener Konzerthaus 2017 wiederholt. Marina Prudenskaya sang dabei die „Alt-Partien“ dieser Meisterwerke.


Beethovens 9. Symphonie sang sie sowohl beim Usedomer Musikfestival mit dem Akademischen Sinfonie-Orchester Nowosibirsk in Peenemünde unter Thomas Sanderling, in der Nürnberger Meistersingerhalle unter der Leitung von Alexander Shelley, als auch beim Festival de Radio France et Montpellier Languedoc-Roussillon unter Christian Arming mit dem Orchestre National Montpellier in der Opéra Berlioz, Montpellier.


Beim Opernfestival Wagner in Budapest sang sie die „Waltraute“ in Richard Wagners „Götterdammerung“ unter der Leitung von Adam Fischer in der Béla Bartók National Concert Hall. Im Rahmen des Richard Strauss Programms des Grafenegg-Festivals in Grafenegg/Niederösterreich sang sie das Eröffnungskonzert unter der Leitung von Andres Orozco-Estrada und dem Tonkünstler-Orchester Niederösterreich.


Bei den Internationalen Gluck Opernfestspielen in Nürnberg sang sie die „Klytemnestra“ aus „Iphigenie in Aulis“ unter der Leitung von Philippe Augin und dem dem Prague Philharmonia Orchester.


Beim Internationalen Schostakowitsch Festival in Dresden und Gohrisch sang sie unter der Leitung von Michail Jurowski „Aus jüdischer Volkspoesie Opus 79“ mit der Staatskapelle Dresden. Im Concertgebouw in Amsterdam sang sie die „Brangäne“ in Richard Wagners „Tristan und Isolde“ in einer konzertanten Aufführung unter der Leitung von Jaap van Zweden mit dem Radio Filharmonisch Orkest. Sie gab Beethovens „Missa solemnis“ in der Kreuzkirche in Dresden unter der Leitung von Sebastian Weigle mit der Dresdner Philharmonie, als auch unter Marek Janowski in Weimar.


Ihr vielfältiges und reiches Liedrepertoire umfasst unter anderem Liederzyklen von Mahler, Wagner, Schostakowitsch, Weinberg, Mussorgski, de Falla, Granados und Ligeti.


Marina Prudenskaya sang darüber hinaus unter Dirigenten wie Daniel Barenboim, Zubin Mehta, Mariss Jansons, Hartmut Haenchen, Christian Thielemann, Donald Runnicles, James Conlon, Michail, sowie die Brüder Vladimir und Dmitri Jurowski, Marek Janowski, Philippe Auguin, Sebastian Weigle, Jaap van Zweden, Lothar Zagrosek, Andrea Marcon, Alberto Zedda, Manfred Honeck, Renato Palumbo, Stefan Soltesz, Daniel Harding und Christoph Poppen, Ingo Metzmacher, Massimo Zanetti um nur einige zu nennen.


Sie arbeitete mit Regisseuren wie u.a. Philipp Stölzl, Sasha Waltz, Martin Kušej, Calixto Bieito, Carlus Padrissa (La Fura dels Baus), Stefan Herheim, John Dew, Guy Cassiers, David Poutney, Jossi Wieler/Sergio Morabito, Pierre Audi, Hans Neuenfels, Guy Cassiers und Katharina Wagner.


In der Spielzeit 2015/16 erlebte man sie im Palau de les Arts Valencia als „Amneris“ in „Aida“, im Staatstheater Stuttgart als „Marfa“ in „Chowanschtschina“, in der Royal Opera, London in der Rolle der „Azucena“ in „Il Trovatore“, in einer Galavorstellung der Internationalen Maifestspiele, Wiesbaden 2016 als „Preziosilla“ in „Die Macht des Schicksals“, bei den Bayreuther Festspielen als „Waltraute“ in „Götterdämmerung“.


In der Spielzeit 2016/17 war sie bereits unter anderem im Opernhaus in Zürich, sowie der Staatsoper Berlin in der Rolle der „Eboli“ in Verdis „Don Carlos“ zu sehen; als „Venus“ in Wagners Tannhäuser, ebenfalls an der Staatsoper Berlin, sowie als „Azucena„ in Verdis „Il Trovatore“ am Opernhaus in Monte Carlo und sie war wieder als „Waltraute“ in Wagners „Götterdämmerung“ in Bayreuth zu sehen und zu hören.


Die Spielzeit 2017/18 führte sie als „Amneris“ in in die Opernhäuser von Washington, Santiago de Chile und Madrid. In Bayreuth war sie unter dem Dirigat Placido Domingos als „Fricka“ und „Schwertleite“ in der „Walküre“ zu erleben.


In der Spielzeit 2018/19 standen neben ihrer Rückkehr ans Opernhaus Zürich als „Gertrud/Hexe“ in Robert Carsens Neuinszenierung von „Hänsel und Gretel“ u.a. die beiden Verdi-Neuproduktionen „Macbeth“ als „Lady Macbeth“ in Antwerpen unter Paolo Carignani und in einer Galavorstellung von „Don Carlo“ als „Eboli“ in Mannheim auf dem Programm. Am Teatro Real, Madrid war sie als „Azucena“ in Verdis „Il Trovatore“ zu erleben. An der Berliner Staatsoper Unter den Linden stand Marina Prudenskaya als „Néris“ in der Neuproduktion von Cherubinis „Médée“, sowie als „Euphrat“ in der Urauf-führung der überarbeiteten Fassung von Jörg Widmanns „Babylon“ auf der Bühne; jeweils unter GMD Daniel Barenboim.


Konzerte führten sie u.a. mit Berlioz' "Le nuits d´étèe" unter Marek Janowski in den Kulturpalast Dresden, mit Gustav Mahlers „3. Symphonie“ unter Kahchun Wong an die Meistersingerhalle in Nürnberg und mit Richard Wagners "Wesendock Lieder" an das Casa da Musica, Porto, sowie an die Tchaikovsky Concert Hall in Moskau, wo sie unter Vladimir Jurovsky Gustav Mahlers "Lied von der Erde" gesungen hat.


Die Spielzeit 19/20 führte sie an das Grand Théatre Genève, wo sie als „Amneris“ in Verdis „Aida“ auf der Bühne stand. Im Stammhaus, der Staatsoper unter den Linden war sie dann als „Herodias“ in Richard Strauss' „Salome“, als „Neris“ in Cherubinis „Medea“ zu sehen. In Eindhoven, Maastricht und Utrecht trug sie auf der Konzertbühne unter Hartmut Haenchen Richard Danielpours „Elegies“ vor. In der Nürnberger Meistersingerhalle konnte man sie in der 9. Symphonie zum Jahreswechsel 2019/20 erleben. Noch im Februar hielt sie ihre 4-tägigen Masterclasses in Brüssel mit engagierten Sänger*innen. Im Staatenhaus der Kölner Oper konnte man die ersten drei Vorstellungen von Dmitri Tschernjakows Inszenierung von Verdis „Il Trovatore“ in der Rolle der „Azucena“ erleben. Die weiteren 6 Vorstellungen konnten aufgrund der beginnenden Pandemiemassnahmen mit dem ersten Lockdown nicht mehr statt finden. Diese Massnahmen führten dann dazu dass viele fest geplanten Opern und Konzerte nicht mehr stattfinden konnten.


Dies betraf Mussorgskis „Chowanschtschina“ in der sie als „Marfa“ in ihrem Stammhaus, der Staatsoper Berlin zu sehen gewesen wäre. Auch Leipzig musste deswegen auf sie als „Erda“ in Wagners „Siegried“ und „Rheingold“ verzichten. Dies betraf weiter auch die Staatsoper Wien, wo sie als „Kundry“ in Richard Wagners „Parsifal“ zu erleben gewesen wäre. Für das Tanglewood Festival „Tristan und Isolde“ als „Brangäne“ konzertant unter Andris Nelsons, als auch die 3. Symphonie von Gustav Mahler in Seoul.


Die Spielzeit 20/21 begann mit vielen Unklarheiten. Noch immer ist unklar wann und ob und unter welchen Voraussetzungen die Bühnen wieder öffnen werden. Es gab einige wenige Aufführungen bei denen Marina Prudenskaya zu erleben war.


So war sie als „Komponist“ in „Ariadne auf Naxos“ in Berlin und als „Herodias“ in „Salome“ an der Staatsoper Wien auf der Bühne.


Die Proben zu „Il Trovatore“ „Verdi“ unter Antonino Fogliani in der gekürzten Fassung von Regisseur Jakob Peters-Messer an der Oper Leipzig führten dennoch zu einer Premiere. Statt einer Premiere mit Publikum im Haus, entschied sich die Oper Leipzig aufgrund des zweiten Lockdowns am 6.12.2020 „Il Trovatore“ als livestream ohne Publikum in dieser Fassung zu übertragen.


Am Staatstheater Kassel probte sie die Rolle der „Carmen“ in der gekürzten Fassung von George Bizets „Carmen“ unter der Regie von Bernd Mottel und unter dem Dirigat von Mario Hatmuth. Die Aufführung wurde leider abgesagt.


Leider konnten aus Pandemiebedingten Gründen einige Aufführungen nicht statt finden.


Dazu gehören die Aufführung der „Misa Solemnis“ vom Ludwig van Beethoven in der Laeiszhalle in Hamburg genauso wie die 8. Symphonie von Gustav Mahler an der Philharmonie Paris und der Meistersingerhalle in Nürnberg, Ludwig van Beethovens 9. Symphonie im Kulturpalast Dresden, Richard Wagners „Parsifal“ unter der Regie von Romeo Castellucci an der La Monnaie/De Munt in Brüssel wo sie als „Kundry“ das Publikum begeistert hätte, als auch Richard Wagners „Walküre“ in der semi-szenischen Aufführung am Musikforum in Bochum in der Rolle der „Fricka“.


Am Stammhaus, der Staatsoper unter den Linden, Berlin mussten die Zuschauer auf die folgenden, geplanten Aufführungen verzichten in denen Marina Prudenskaya in Richard Wagners „Parsifal“ in der Rolle der „Kundry“, in „Tannhäuser“ als „Venus“ und in Jörg Widmans „Babylon“ als „Euphrat“ zu erleben gewesen wäre. Ebenfalls fiel die Konzertreise mit Beethovens 9. Symphonie mit der Staatskapelle Berlin unter Daniel Barenboim in Paris, Athen und Wien aus gegebenem Anlass aus.


Im Sommer der Spielzeit 2021 konnte Marina Prudenskaya als "Mary" mit Richard Wagners "Der fliegende Holländer" in der Neuinszenierung von Dmitri Tcherniakov unter dem Dirigat von Oksana Lyniv  bei den Bayreuther Festpielen wieder auftreten.


Die Spielzeit 21/22 begann mit Richard Wagners "Der fliegende Holländer" an der Bayerischen Staatsoper. Richard Wagners Werke bestimmten diese Spielzeit mit einem Rollendebut als Kundry in "Parsifal" an der Deutschen Oper Berlin, an der Oper Leipzig und an der Opéra National de Paris. Als "Erda" und "Waltraute" war sie in Richard Wagners "Ring" unter Ulf Schirmers Dirigat an der Oper Leipzig zu erleben. Zu Hause an der Staatsoper Berlin konnte man sie in "Ariadne auf Naxos", "Hänsel und Gretel", "Zauberflöte" und "Rigoletto" hören und sehen.


Auch im symphonischen Repertoire war Marina Prudenskaya in der Saison 21/22 sehr beliebt: "Faust Cantata" von Schnittke mit dem Orchester der Accademia Nazionale di Santa Cecilia unter der Leitung von Antonio Pappano in Rom, "Messa da Requiem" von Giuseppe Verdi in der Berliner Philharmonie und der "Cantata Alexander Newski" von Sergey Prokofiev war sie im Concertgebouw  Amsterdam zu hören.


Die Spielzeit 22/23 hatte ihren Auftakt mit Verdis "Requiem" unter der Leitung des frisch gekürten Musikdirektors des Houston Symphony Orchestra, Juraj Valčuha in der Jones Hall/Houston. Unter Marek Janowski mit dessen Krönung und Abschluß seiner Dresdner Zeit als Chefdirigent mit der Dresdner Philharmonie, für die dieser Ring in deren 150-jährigen Geschichte im Kulturpalast Dresden eine Premiere war, für Marina Prudenskaya als "Fricka" und "Waltraute" mit Richard Wagner geht es konzertant in die neue Saison. Weitere Konzerte der neuen Saison sind im Oosterpoort in Groningen unter Hartmut Haenchen mit Verdis Requiem, in der Beliner Philharmonie mit Steven Sloane, Gustav Mahlers "Kindertotenlieder" und in der Staatsoper Berlin Beethovens 9. Sinfonie zu erleben. Rechtzeitig zur Weihnachtszeit folgt mit Vladimir Jurowski in der Berliner Philharmonie Nikolai Rimsky Korsakows konzertant aufgeführte Oper "Die Nacht vor Weihnachten", in der Marina Prudenskaya als "Zarin" zu hören ist. Auch konzertant ist sie mit dem 3. Akt von Wagners "Tannhäuser" als "Venus" unter dem Dirigat von Andris Nelson in der Symphony Hall in Boston zu erleben. Giuseppe Verdis "Macbeth" führt sie dann in der Rolle der "Lady Macbeth"  an die Prague State Opera. In Ihrer Heimstatt, der Staatsoper Berlin, ist sie als "Mary" in Wagners "Der fliegende Holländer", als "Herodias" in Richard Strauss "Salome", im "Tannhäuser" als "Venus" und als "Neris" in Luigi Cheubinis "Médée" zu hören und zu sehen.